Kommunikation

  • Die höchste Form der menschlichen Intelligenz.

    „Die höchste Form der menschlichen Intelligenz ist die Fähigkeit, zu beobachten ohne zu bewerten.“ Jiddu Krishnamurti „Das soll schwer sein?“ dachte ich beim Lesen des Satzes. Schaffe ich locker. Mir war nicht klar, dass wir bereits in der Schule dazu aufgefordert werden, alles zu bewerten. Interpretationen und Bewertungen von Geschichten, Gedichten, Bildern oder politischen Situationen sind fast in jedem Schulfach üblich. Da bleibt es nicht aus, dass wir dies in unseren Alltag übertragen. Momentan findet in Deutschland die Weltmeisterschaft im Handball statt. Als ich mir mit Freunden ein Spiel ansah, sagte meine Freundin: „ Der Michael ist aber ein echt schlechter Spieler“. Weder sie noch ich sind Bundestrainer, um dies beurteilen…

  • Verbindende Kommunikation

    Die Feiertage sind vorbei. Nach dem Weihnachtsurlaub beginnt für viele von uns wieder die Arbeit im Büro. Da kann es schon mal passieren, dass einige Kollegen zu lange und zu viel von privat erlebten Ereignissen berichten. Manchmal interessieren sie jedoch nicht und sind irrelevant. Aus Höflichkeit wird dies jedoch verschwiegenen und eine Art Zuhören zumindest vorgetäuscht. Viel wichtiger ist einem eigentlich, der eigenen Arbeit nach zu gehen und sie pünktlich und gewissenhaft zu erledigen. Abends zu Hause kann daraus folgender Dialog entstehen: A: „Wie ich schon vermutet habe,  Kim hat heute wieder so viele private Dinge aus dem Weihnachtsurlaub erzählt, dass es mich total genervt hat. Ich wollte meine gesetzten…

  • Zum Jahresausklang…. ;)

    Die Liste des Todes  (zum Thema ‚Bitten‘)   In einem schönen Wald lebten alle Tiere friedlich neben einander. Es herrschte große Einigkeit und jeder verstand den Anderen. Eines Tages kam ein großer brauner Bär in den Wald. Alle Tiere fürchteten sich vor ihm, denn er wirkte bedrohlich auf sie. Es ging das Gerücht herum, dass er eine Todesliste führe. Die Waldbewohner fragten sich, wer wohl auf der Liste steht. Das Reh war am neugierigsten, lief zu dem Bären und fragte ihn: ,,Guten Tag Herr Bär, stehe ich auf deiner Liste?“  Der Bär sagte zu dem Reh: ,,Ja, du stehst auf meiner Liste.“ Am nächsten Tag wurde das Reh tot auf…

  • Festtage mit Empathie und ohne Streit- Geht das?

    Vor einigen Tagen fragte ich meine Freundin, ob sie sich auf Weihnachten freue und wie sie dieses Jahr feiert. Sie antwortete, dass sie sich auf Weihnachten sehr freue und es für sie ein schönes Fest sei.  Jedoch findet sie es schwierig mit Geschenken umzugehen, die eine Anspielung darstellen. Ihre Eltern haben ihr letztes Jahr ein Buch geschenkt   ‚Kinder zu bekommen ist das Beste im Leben’!!   Meine Freundin hat keine Kinder. Sie erzählt, dass sie sehr wütend war, als sie das Buch ausgepackt hat.  Bei ihr war der Lebensentwurf ein anderer, als der ihrer Geschwister. Sie studierte und ist anschließend den Karriereweg gegangen. Eine Familie ergab sich für sie irgendwie nicht. Nun hat…

  • Hinter jeder Aussage steckt ein Bedürfnis…

    …. und jedes Bedürfnis dient dem Leben. Somit gibt es keine negative Bedürfnisse und Aussagen. Jeder von uns möchte mit seiner Aussage etwas zum Ausdruck bringen. Sei es etwas ganz Eindeutiges wie: Gib mit bitte etwas zu Trinken. Da weiß jeder, dass die betroffene Person durstig ist. Sie möchte den Durst stillen. Bei Kunden, die ins Geschäft kommen und sagen: Ich möchte eine Brille, ist es für uns ganz einfach das Bedürfnis zu erkennen. Es wurde klar definiert. Sagt der Kunde jedoch: Mir tun die Augen neuerdings immer so weh, ist die Aussage eine ganz andere. Er möchte erstmal gesehen werden und gefragt, was er genau hat und wo sein Bedürfnis liegt. Vielleicht…

  • Ratschläge sind Schläge

    In der Business Kommunikation geht es oft um Macht. Wer ist der Stärkere, der Dominate…. Hier werden die Ratschläge besonders gerne eingesetzt. Bei mir im Geschäft sind oftmals Repräsentanten von Firmen, die mir Ratschläge geben, wie ich Brillen zu verkaufen, präsentieren oder einzukaufen habe. Ein besonders Erlebnis hatte ich mit einem Herren. Dieser sagte zu mir: Frau Siegmund, kaufen Sie viel von der Marke. Wenn Sie viel davon haben, verkaufen Sie auch viel!! Geben wir nicht auch manchmal vorschnell RatSchläge? Sollten wir nicht besser zuhören und nachfragen? Wenn wir sehen, dass es unserem Gegenüber nicht gut geht, dann halten wir das Gefühl oftmals selber nicht aus. Wir wollen die Veränderung. Helfen!! Also…

  • Generation X;Y;Z und ihre Kommunikation.

    In einigen Jahren ist die Generation der Babyboomer nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt präsent. Dann folgt Generation X; Generation Y und Z. Was wird sich dann in der Kommunikation verändern? In der Arbeitswelt ist es nicht möglich, im Umgang mit anderen Menschen nicht zu kommunizieren. Hier findet der Face-to- Face Kontakt statt. Es ist die unmittelbare Begegnung von Mensch-zu-Mensch. Wie wird diese Form der Kommunikation Bestand haben, wenn diese Generationen ihre sozialen Kontakte über das Internet pflegen. Sie chatten, posten oder mailen lieber, als dass sie das persönliche Gespräch suchen. Hier findet der Austausch in kurzen Sätzen statt. Es ist jederzeit möglich, sich aus dem Gespräch aus zu loggen, wenn man…

  • Die letzten 20 Meter sind entscheidend…..

    Eine Freundin erzählte mir, dass sie sich in einem Fachgeschäft eine neue Brille kaufen wollte. Sie hatte eine schwere Erkrankung hinter sich und nahm starke Medikamente. Ihre Sehstärke änderte sich durch diese Erkrankung und die Einnahme der Medikamente oft. Ihr war deshalb eine fundierte Beratung über Brillengläser in dieser Lebenssituation sehr wichtig. Aus diesem Grund ging sie in das Fachgeschäft. Betonung liegt auf FACHgeschäft. Wieso nennt ein Fachgeschäft sich Fachgeschäft? Weil die Mitarbeiter vom Fach sind. Was heißt das aber? Bieten wir nicht alle sehr ähnliche Produkte an. Die Brands bei Brillen, Kontaktlinsen oder auch in der Hörakustik sind in fast allen Geschäften die gleichen. Bis auf die letzten 20…

  • Neue Kommunikation in der Politik?

    „Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch.“  Das sagte Joschka Fischer 1984 als Bundestagsvizepräsident zu Richard Stücklen, nachdem dieser Christa Nickels das Mikrofon abgedreht hatte. Solche gewaltigen Sätze sind natürlich immer polarisierend. Anders ist es bei unserer Kanzlerin Angela Merkel. Sie würde sich zu diesen Äußerungen nie hinreißen lassen, denn sie neigt zu umständlichen Satzkonstruktionen, die zu lang, zu kompliziert und eher unverständlich sind. Die Wirkung und die Kraft geht so verloren. Wenig Emotionen und viele Fakten führen dazu, dass wenig im Kopf hängen bleibt. Wenn das Ziel einer Rede das ist, dass alle Zuhörer sich wohl fühlen, dann fühlt sich keiner angesprochen. Wie sieht es denn mit Friedrich Merz aus? Mit festem…